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Zeitschriften & Magazine im Test


Willkommen auf Zeitschriften-check.de. Diese Seite soll Ihnen dabei helfen den Überblick im Dschungel der verschiedenen Printmedien Deutschlands zu wahren.
Hier werden in regelmäßigen Abständen regionale und landesweite Zeitschriften, Zeitungen und Magazine in all ihren Facetten beschrieben und kritisch bewertet.
Wir wünschen Ihnen nun viel Vergnügen beim Durchstöbern unseres Angebotes!



GQ-Magazin Abo – Mit tollen Prämien Abonnieren

20.04.2009 | Keine Antworten | Abgelegt in Gesellschaft

Gentlemen’s Quarterly (Kurzform GQ) ist ein bedeutendes Männermagazin, das in den USA während der 50er Jahre erstmals veröffentlicht wurde. Das Heft widmet sich der Berichterstattung über Lifestyle-RelevanteThemen, die das männliche Geschlecht betreffen. Es erscheint monatlich und wird vom Condé Nast Verlag deutschlandweit vertrieben.

Ein Magazin nur für Männer, in dem alle geschlechtsspezifische Wünsche erfüllt werden – die GQ macht’s möglich. Hier findet der moderne Mann alles was er zum (über-)leben braucht und bekommt Möglichkeiten an die Hand gegeben, wie er vom Normalo zum stilsicheren Gentleman mutieren kann. Die Titelseite wird fast ausschließlich durch das Hochglanz-Foto einer weiblichen Prominentin oder einem Model geprägt, die oder das sich meist relativ freizügig in Szene setzt und in Blick-Richtung zur Kamera räkelt.

Im Inneren der Zeitschrift wird schnell die Exklusivität der GQ deutlich. Werbeanzeigen der großen und teuren Luxusmarken Gucci, Dolce & Gabbana, Joop, Tommy Hilfiger, Hugo Boss, Armani, Lacoste oder Versace lassen einen schnell in die Welt der gewählten Zielgruppe eintauchen, von der der Wille zu Modebewusstsein erwartet wird. Reportagen mit Tipps, wie sich ein Herr im Job und Privatleben zu verhalten hat, lassen die GQ auch im Licht eines Ratgebers erscheinen. Dazu ergänzen Artikel zu den Lebensgewohnheiten von Prominenten wie z.B. George Clooney (siehe Ausgabe Oktober 2008, die im übrigen mehr als 300 Seiten zu bieten hatte) oder auch Berichte zu jungen und dynamischen Chefs im Stile von “Wall Street”. Der Kaufpreis im Laden von 4,50 € fällt im Hinblick auf die bevorzugten Käuferschichten nicht zu hoch aus. Bleiben wir einmal bei der Oktober-Ausgabe des vergangenen Jahres: Oasis sprechen über ihr neues Album, Wochenend-Kurztrips nach Budapest werden vorgestellt, Flüge und wie man sie am besten verbringt oder sogar noch finanzielles Kapital daraus schlägt sind unter dem Titel “How to Fly” thematisiert, Sie bekommen Informationen und Grundregeln zum Oldtimer-Kauf präsentiert und das im Bau befindliche Hochhaus in Dubai ist mit einer Bilderstaffette im Heft vetreten. In weiteren Ausgaben finden sich auch Tipps für guten Sex oder die besten Stellungen im Bett – ein Muss für jeden Mann! Wenn Sie auch an exklusiven Themen und Lifestyle-Tipps interessiert sind, lohnt sich ein Abo der GQ auf alle Fälle; allen anderen sei eher dazu abgeraten. Doch auch wenn Sie kein Managergehalt beziehen, besitzen diverse Aspekte des Magazins für Sie Relevanz. Und ein toller Lebensstil ist nicht immer nur an den Geldbeutel gebunden.

OK! Abo – Lifestyle Magazin mit Pepp im Test

17.02.2009 | 1 Antwort | Abgelegt in Gesellschaft

Die Zeitschrift OK! hat ihre Wurzeln in England. Dort gibt es sie bereits seit 1993. Ihren Siegeszug über die USA (2005), Mexiko, Kanada und Australien setzte das Starmagazin auf dem deutschen Markt fort. Internationale Promis und Stars aus unserem Sprachraum sind wesentlicher Bestandteil im Heft. Erfahren Sie alles über Ihren Lieblingspromi, und bleiben Sie stets informiert wenn es darum geht was alles auf den Laufstegen in New York Paris oder Mailand passiert. Brilliant in Szene gesetzt durch gut fotografierte Aufnahmen der zumeist als Paparazzi abtitulierten professionellen Medienmacher. Backround-Stories und Interviews runden das ganze ab. Alles über Germany’s Next Topmodel gibt es obendrein, denn Heidi Klum hat aufgrund ihrer amerikanischen Connection einen recht guten Draht zur Zeitung und war auch schon auf dem Cover abgebildet.

Die OK! profitiert von dem Netzwerk USA/Großbritannien, denn die selben Quellen, die für die englische bzw. amerikanische Ausgabe arbeiten, zeichnen sich auch für die Inhalte des deutschen Ablegers verantwortlich. Das Format ist ein klein wenig größerals die übliche DIN A4 Form. Das schafft mehr Platz für Illustrationen und Bildmaterial. Boris Becker war in den vergangenen Wochen mehrmals Hauptperson im Heft. Verständlicherweise auch David Beckham und seine Frau Victoria, die ihren Wohnsitz von Los Angeles nach Mailand verlegt hat wegen der fußballerischen Karriere ihres Ehegatten, jetzt in Diensten des AC Milan. Und wenn Sie wissen wollen wie das Bühnenaus der Band Rosenstolz zu Stande kam und was der vorübergehende Auftritts-Stop für die weitere Karriere der Musiker bedeutet, dann haben Sie in den nächsten Wochen Gelegenheit dazu. Prominente selbst schätzen die Qualität der Zeitschrift. Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones verkauften die Fotos ihrer Hochzeit exklusiv an das Hochglanz-Magazin. Selbst Schwester und Mutter von Britney Spears, Jamie Lynn und Lynne Spears, stellten sich in den Krisenzeiten des Familienmitglieds für Interviews zu Verfügung. für einige Schockmomente sorgen immer wieder auf’s Neue auch Abbildungen der abgestürzten Sängerin Amy Winehouse, die regelmäßig durch Skandale den Weg in die Öffentlichkeit findet.

Hollywood steht ebenfalls im Fokus. Als der neue Kinofilm “Sex and the City” mit Sarah Jessica Parker rauskam, hatte die Illustrierte sofort Infos parat. Von der qualitativen Berichterstattung der Bild-Zeitung hebt man sich bei weitem ab. Mutmaßungen sind nur recht selten zu finden. Das Heft basiert zumeist auf den harten Fakten des Showbusiness. Fotostrecken mit Eis essenden Promis sorgen für einige Belustigung des Lesers. Insgesamt ist die Zeitschrift OK! eines Abos würdig – sofern Sie am Leben von Tom Cruise oder Robbie Williams interessiert sind. Sie erscheint jeden Donnerstag. Abschließend ist noch zu sagen, dass die Werbung vergleichsweise wenig Platz im Heft einnimmt, ein weiteres Pro-Argument.

BRAVO Geschenkabo – Fünfzig Jahre Jugendkultur pur

24.01.2009 | 12 Antworten | Abgelegt in Gesellschaft

Einige mögen sich jetzt vielleicht noch daran erinnern wie es anfing – damals vor genau 52 Jahren. Das Titelbild zierte die Ikone der Sechziger, Schauspielerin und Sängerin Marilyn Monroe. Die Bravo hat seit ihrer Marteinführung 1956 schon oftmals für Provokationen gesorgt – nicht nur bei der Illustration der Frontseite. Die “Sprechstunde bei Dr. Sommer” hat entscheidend zur Aufklärung der ehemals Heranwachsenden, besonders der 69er Bewegung beigetragen und tut dies heute noch. Daneben hat sich die Rubrik auch zur Lebensberatung und Psychologischen Anlaufstelle entwickelt.

Die Bravo ist ein generationsübergreifendes Jugendmagazin mit einer langen Tradition. Zu relevanten Themen werden diejenigen gemacht, die Jugendliche interessieren. Das sind vor allem Neuigkeiten über Stars, Kino, Lifestyle, Musik, Mode und Hilfestellungen sowie Erfahrungsberichte zu Liebeskummer und Herzschmerz. Gelesen werden kann die Zeitschrift von Jungs und Mädchen gleichermaßen. Je nach Geschlecht hat jeder Leser die Möglichkeit, sich individuell zu orientieren und die für sich wichtigen Dinge herauszufiltern. Fast alle Meinungsschichten finden dabei das Passende. Das beginnt schon bei den Musikrichtungen. Egal ob man auf Hip Hop, Rock oder Emo steht – Snoop Dogg, Linkin Park und Tokio Hotel sind alle mit ausführlichen Berichten im Magazin bedacht. Poster oder Sticker-Serien in der Heftmitte sind ein nettes Gimmick. So genannte Starschnitte lassen deinen Lieblingsstar in Lebensgröße erscheinen; mehrere Ausgaben müssen zu diesem Zweck allerdings gesammelt werden, denn nur in ihrer Gesamtheit ergeben sie das Komplettbild. Als Leser ist man wöchentlich gut informiert über die aktuellen Charts aus Deutschland, England oder den USA. Der Abdruck von Songtexten findet in unregelmäßigen Abständen den Weg in die Zeitschrift genau wie der Abschnitt “Top oder Flop”. Hier wird anhand eines Barometers angezeigt, inwiefern ein Promi in ein Fettnäppchen getreten oder warum er zur Zeit gerade total angesagt ist. Kontrovers Diskutiert wurde nach der Einführung im Jahr 2000 der “Bodycheck”. Hier präsentieren sich Jugendliche männlichen und weiblichen Geschlechts vollständig nackt, was an sich grundsätzlich nichts Verwerfliches mit sich bringt. Und dann ist da natürlich auch noch die “Foto-Lovestory”. Sie ist wie ein Comic aufgebaut und besteht aus fotografierten Einzelbildern. In den Geschichten geht es um das Flirten, Liebe und auch peinliche Situationen, die während des Kennenlernens eintreten können. Einmal jährlich wird der “Bravo Otto” verliehen. In einer heftinternen Abstimmung küren die Bravo-Leser ihr Lieblings-Starlett. Alles Wissenswerte über die Preisverleihung gelangt danach auch ins Heft. Der Leserpreis würdigt Leistungen von Schauspielern, Sportlern, Musikern und Comedians in ihren jeweiligen Bereichen.

Die Zielgruppe ist bei Jugendlichen ab 10 Jahren angesiedelt. Zu euch nach Hause kommt das Bravo Magazin im Abo. Egal ob es regnet oder schneit – der Weg zum Briefkasten ist auf jeden Fall unbeschwerlich. Im Bereich der Jugend-Zeitschriften ist das Medium in Deutschland unantastbar und steht für ein halbes Jahrhundert gute Unterhaltung.

Vanity Fair – Das Hochglanz-Boulevardmagazin im Miniabo

20.01.2009 | Keine Antworten | Abgelegt in Gesellschaft

Die Vanity Fair transportiert den Geist britischer High Society direkt nach Deutschland. Das Magazin, das zunächst nur auf der Insel erhältlich war und später auch in den USA erhältlich war, startete seinen Siegeszug hierzulande im Jahr 2007 mit einer wöchentlichen Auflage von ca. 200.000 Stück. Herausgeber ist der in Deutschland für sein Portfolio (Vogue, Glamour, GQ) bekannte Condé Nast Verlag. Der Name verspricht schon “Glamour pur”. Er entstammt dem Titel eines Romans, der die deutsche übersetzung “Jahrmarkt der Eitelkeit” trägt. Schriftsteller William Makepeace Thackeray beschrieb darin Gesellschaftsunterschiede und kritisiert auf ironische Art und Weise die Obrigkeit, die nach Geld, Macht und Liebe strebt. Eben fast genauso wie die heutige Prominenz aus Film und Fernsehen?



Diese bildet jedenfalls den Kern des Magazins. Schlägt man das Blatt auf, so sind vornehmlich News aus den europäischen Königshäusern gemischt mit Schlagzeilen, die die weltlichen Stars betreffen vorzufinden. Die Scheidung von Paul McCartney, neue Fehltritte des englischen Prinzensohnes Harry oder weitere Adoptionen von Brad Pitt und Angelina Jolie wecken Ihr Interessieren? Dann ist die Vanity Fair genau das Richtige für Sie. Sollten Sie seriösen Themen wie Politik und Wirtschaft den Vorzug geben – so müssen Sie nur ein wenig Geduld mitbringen. Hin und wieder werden in der Printausgabe auch mal Neuigkeiten aus diesen Sektoren abgehandelt. Im Fokus der Internationalen Öffentlichkeit stand die amerikanische Ausgabe der Vanity Fair im März 2005. Der durch die Aufklärung der Watergate-Affäre bekannt gewordene Verbindungsmann zum Journalisten Bob Woodward “Deep Throat” outete sich nach langen Jahren der Geheimhaltung exklusiv der Zeitschrift. Dahinter steckte der ehemalige FBI-Agent Mark Felt. Auch in Deutschlang gelangte die Vanity Fair in die Schlagzeilen: Ein Interview mit Gabriele Pauli, die als Abkömmling der CSU in die Medien geriet, sorgte für Aufsehen, da die “Revolutionärin” erstmals einen Parteiaustritt in Erwägung zog.

Ein wenig triviale Unterhaltung hat eben noch niemandem geschadet. Was noch auffällt ist die Werbung im Heft. Teils im Fließtext versteckt werden teure Marken wie Gucci, Tom Ford, D & G oder Calvin Klein angepriesen. Ein Augenschmaus sind die Exklusiv-Bilder, die mit Stars bei Fotoshootings produziert werden. Die Qualität der Abbildungen ist herausragend und braucht sich gegenüber anderen Boulevard-Magazinen nicht zu verstecken. Ein Jahresabo bekommt der Leser schon für 100 € frei Haus. Vorteilabonnements mit Geschenken ergänzen das Angebot.